Krankenversicherung – Anforderungen für ausländische Wissenschaftler und Forscher

Ausländische Wissenschaftler und Forscher, die zur Teilnahme an wissenschaftlichen Forschungen und Projekten in Deutschland eingeladen sind, sind gesetzlich krankenversicherungspflichtig.

Unabhängig von der persönlichen Situation, dem Zweck des Besuchs, der Aufenthaltsdauer und dem Einwanderungsstatus darf niemand ohne eine Krankenversicherung in Deutschland einreisen und sich hier aufhalten.

Die erfolgreiche Karriere in der Wissenschaft erfordert viel, und die Teilnahme an wichtigen Aktivitäten im Ausland wirkt sich mit Sicherheit nachhaltig aus. Die vollständige Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen eines anderen Landes ist ebenfalls Teil der Reise.

Deutschland zählt weltweit zu den Spitzenreitern der Hochschulbildung. Deutschland ist die Heimat erstklassiger Universitäten und beherbergt viele wichtige wissenschaftliche Aktivitäten. Es zieht Tausende renommierter Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt an.

Grundlagen des deutschen Gesundheitswesens

In erster Linie ist es fast eine Notwendigkeit, die Grundlagen der deutschen Krankenversicherung richtig zu verstehen. Es hilft Wissenschaftlern und Forschern, sich in der komplexen, einzigartigen Architektur des gesamten Gesundheitswesens in Deutschland zurechtzufinden und fundierte Entscheidungen zum Krankenversicherungsschutz zu treffen.

In Deutschland gibt es zwei Hauptarten von Krankenversicherungen:

  • Öffentliche Krankenversicherung GKV und
  • Private Krankenversicherung PKV.

Wichtiger Hinweis: Flexibilität ist ein Alleinstellungsmerkmal des deutschen Gesundheitswesens, bei dem Bürger eine Kombination aus beiden erhalten können. Ausländische Wissenschaftler und Forscher gehören zu den Ausländern, die gesetzlich verpflichtet sind, sich vor ihrem Aufenthalt in Deutschland privat krankenversichern zu lassen.

Kategorien von Ausländern, die in Deutschland von der gesetzlichen Krankenversicherung befreit sind:

  • Eingeladene Wissenschaftler und Forscher,
  • Doktoranden,
  • Stipendiaten,
  • Studenten an Hochschulen,
  • Sprachkursteilnehmer,
  • Schüler ab 30 Jahren und
  • Studenten ab dem 14. Semester.

Als Faustregel gilt, dass die Kosten und der Versicherungsschutz der Krankenversicherung linear voneinander abhängen. ein Wechsel wirkt sich sofort auf den anderen aus. Die private Krankenversicherung in Deutschland ist jedoch wesentlich teurer als die öffentliche.

Eine privat versicherte Person in Deutschland wird tatsächlich als Privatpatient behandelt. Dies bedeutet, dass das medizinische Leistungsspektrum, das ihm angeboten wird, sehr groß ist und die Behandlung durch das Personal der Ärzte hervorragend ist.

Anforderungen für ausländische Wissenschaftler und Forscher für eine Krankenversicherung

Jede private Versicherung in Deutschland muss mindestens die Deckung des medizinischen Grundbedarfs gewährleisten, mindestens jedoch die gesetzliche Krankenversicherung. Zusätzlich soll die private Versicherung andere medizinische Kosten abdecken, einschließlich der folgenden:

  • Erweiterte Krankenhausversorgung,
  • Klinische Chirurgie
  • Zahnärztliche Untersuchungen und
  • Zahnärztliche Operationen

Privatversicherer sind sich der Tatsache bewusst, dass ihre Kunden möglicherweise unterschiedliche medizinische Bedürfnisse haben oder eine umfassende Deckung wünschen. Es gibt Menschen, die an einer akuten Krankheit leiden und eine spezifische medizinische Behandlung benötigen. In diesem Zusammenhang ermöglicht der Privatsektor individuellere Krankenversicherungspläne.

Privatversicherte genießen neben einer Vielzahl von medizinischen Leistungen eine Reihe weiterer Leistungen, die für die gesetzliche Krankenversicherung so untypisch sind. Natürlich ist jeder Arzt in Deutschland seiner beruflichen Rolle verpflichtet, aber in mancher Hinsicht erhalten Privatpatienten bessere Leistungen und das in viel kürzerer Zeit. Oftmals verkürzen Privatpatienten die Warteschlangen und verkürzen die Wartezeit massiv. Aus einer anderen Perspektive ist dies unter Berücksichtigung der erheblichen Beiträge von Privatpatienten zu den Gehältern von Ärzten ganz normal.

Die private Krankenversicherung in Deutschland bietet ausländischen Wissenschaftlern und Forschern einen weiteren hervorragenden Vorteil. Im Gegensatz zu Personen, die zur gesetzlichen Krankenversicherung berechtigt sind, sind privat versicherte Wissenschaftler und Forscher in jedem Krankenhaus versichert, in dem sie sich behandeln lassen.

In der Regel werden Krankenhäuser in Deutschland in drei Gruppen eingeteilt:

  • Öffentliche Krankenhäuser,
  • frei gemeinnützige Krankenhäuser und
  • Privatkrankenhäuser.

Ähnlich wie alle anderen müssen sie für jede Nacht, die sie im Krankenhaus verbringen, eine feste Gebühr von 10 bis 15 Euro zahlen. Dieser Geldbetrag wird jedoch zusammen mit anderen Kosten, die bei Personen, die eine öffentliche Krankenversicherung abschließen, nicht anfallen, vollständig erstattet.

Während der Zeit, in der Wissenschaftler und Forscher in Deutschland medizinische Behandlung suchen, werden sie in privaten Zimmern untergebracht, die für privat versicherte Patienten bestimmt sind. In deutschen Krankenhäusern haben Privatzimmer in der Regel zwei Betten, die durch einen Vorhang in der Mitte voneinander getrennt sind.

Darüber hinaus versuchen private Versicherungen, Sprachbarrieren abzubauen, da es viele niedergelassene Ärzte gibt, die sich auf Englisch verständigen, wenn der Patient überhaupt keine Deutschkenntnisse hat.

Ausländische Wissenschaftler und Forscher müssen immer prüfen, ob private Krankenkassen eine Schwangerschaft absichern. In der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland sind die Schwangerschaftskosten gedeckt, in der Privatversicherung ist dies jedoch häufig nicht der Fall. Wenn eine angemessene Deckung für Mutterschafts- und Geburtskosten angeboten wird, müssen schwangere Frauen einen ärztlichen Nachweis bei einer Gynäkologin erbringen. Schwangere in Deutschland erhalten einen Mutterpass, der zu jeder Zeit während der gesamten Behandlung die Medikamente und den Gesundheitszustand der Patientin erfasst.

Ausländische Wissenschaftler und Forscher können selbst entscheiden, welche Krankenkasse sie in Anspruch nehmen möchten. Die Vielfalt der von privaten Unternehmen angebotenen Krankenversicherungen ist relativ groß. Es lohnt sich also, einige Zeit in die Recherche zu investieren. Die Auswahl eines bestimmten Anbieters oder einer Versicherung, die ausschließlich auf dessen Kosten basiert, kann sehr schnell zu einer schlechten Entscheidung führen.

Stattdessen müssen die Teilnehmer die Kosten im Zusammenhang mit der Abdeckung und den Vorteilen berücksichtigen. Einige der in privaten Unternehmen angebotenen Krankenversicherungen sind auf medizinische Bedürfnisse zugeschnitten, die aus bestimmten Krankheitszuständen wie akuten Krankheiten resultieren können.

Wenn ein ausländischer Wissenschaftler oder Forscher medizinische Hilfe in einem deutschen Krankenhaus in Anspruch nimmt, muss er sich leider persönlich um die medizinischen Rechnungen kümmern, wenn die angeforderte Behandlung abgeliefert wurde. In diesem Fall muss die Person die Rechnungen einholen und an ihre Krankenkasse senden, um die Erstattung zu beantragen. Es ist daher sehr wichtig, jederzeit finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben, egal was passiert.

Die private Krankenversicherung deckt eine einzelne Person ab. Dies gilt auch dann, wenn ein Gastwissenschaftler oder -forscher aus irgendeinem persönlichen Grund beschließt, für diese Person eine abhängige, ordnungsgemäße private Krankenversicherung abzuschließen.

Kosten der privaten Krankenversicherung für ausländische Wissenschaftler und Forscher

Ausländische Wissenschaftler und Forscher müssen wissen, dass die Kosten für die private Krankenversicherung im Vergleich zur obligatorischen Hochschulbildung erheblich höher sind.

Insgesamt bestimmen zwei Hauptfaktoren die Kosten einer privaten Krankenversicherung für eine Person in Deutschland:

  • Alter und
  • Gesundheitsakte.

Je älter die Person ist, desto höher sind die Kosten für eine private Krankenversicherung. In ähnlicher Weise sind die Kosten für die private Krankenversicherung höher, wenn der Wissenschaftler oder Forscher in der Vergangenheit medizinische Probleme hatte.

In Anbetracht dessen mag die private Krankenversicherung in jungen Jahren eine große Rolle spielen, aber sie wird mit Sicherheit eine Menge Geld ausmachen, sobald er / sie älter wird. Im Allgemeinen zahlt eine privat versicherte Person unter 25 Jahren in Deutschland jeden Monat 150 €. Über 50 kann die monatliche Prämien für die private Krankenversicherung über 1.000 € bei weitem übersteigen.

Ausländische private Krankenversicherung

Zum Teil können sich ausländische Wissenschaftler und Forscher zu einem wesentlich günstigeren Preis in Deutschland versichern lassen, wenn sie in ihrem Herkunftsland eine private Krankenversicherung abschließen. Deutschland hat mit mehreren Ländern Sozialversicherungsabkommen geschlossen, die es seinen Bürgern ermöglichen, Deutschland zu besuchen, während sie in ihrem Heimatland gesetzlich krankenversichert sind.

Darüber hinaus sind in Deutschland viele ausländische private Krankenversicherungen anerkannt, da das Land mehrere gegenseitige Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat. Wissenschaftler und Forscher, die in ihrem Herkunftsland bereits privat versichert sind, müssen sich an ihren Versorger wenden, um zu erfahren, ob sie im Ausland in Deutschland versichert sind.