Im deutschen Krankensystem gibt es einiges zu beachten. Zum einen besteht eine Versicherungspflicht in Deutschland, es müssen also alle versichert sein, mit wenigen Ausnahmen für manche Berufs- oder Bevölkerungsgruppen. Zum anderen gibt es in Deutschland das so genannte Duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Beide Versicherungsarten haben gewisse Vor- und Nachteile und auch Regelungen, wer die jeweilige Art der Versicherung in Anspruch nehmen kann.

Das deutsche GesundheitssystemDie Versicherungen in Deutschland und vor allem die gesetzliche Krankenversicherung basieren zudem auf dem Konzept des Sozialstaates. Nach diesem Konzept zahlen alle Deutschen in das System ein. Diejenigen, die durch Krankheiten oder Unfälle die Leistungen in Anspruch werden müssen, bekommen dann Unterstützung. Nicht immer nimmt man die volle Unterstützung an, die man im Laufe seines Lebens eingezahlt hat, man finanziert jedoch diejenigen, die mehr Hilfe benötigen.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung, in der die meisten Deutschen versichert sind richten sich die Beiträge nach dem Einkommend er jeweiligen Personen. Je mehr man verdient, umso mehr zahlt man. Diejenigen, die weniger oder gar nichts verdienen sind aber dennoch gut versichert.

Anders bei der privaten Krankenversicherung, hier richten sich die Beiträge nach Alter und Gesundheitszustand. Je älter man wird und umso mehr Vorerkrankungen man hat, desto mehr zahlt man. Berufsgruppen wie Beamte, Selbstständige und Hochverdiener, die länger als ein Jahr über 52.200 Euro brutto pro Jahr verdienen, sind in der privaten Krankenversicherung versichert.

Obwohl das Gesundheitssystem in Deutschland vergleichsweise sehr gut abschneidet, sollte man bei der Wahl der Versicherung oder bei einem Wechsel des Anbieters gut aufpassen und einige wichtige Punkte beachten.

  • Mit einem direkten Vergleich verschiedener Anbieter und deren Preise kann man viel Geld sparen. Nicht jeder Anbieter liefert gute Konditionen und gute Beiträge. Es kann sich also lohnen, sich umfassend zu informieren und die Angebote zu vergleichen.
  • Nicht immer ist der günstigste Anbieter jedoch auch der beste. Wer nur auf die Höhe des Beitrags achtet, kann im Bedarfsfall auf Probleme stoßen. Meist sind bei Billigangeboten nicht alle Leistungen mitversichert oder man hat zusätzlich hohe Eigenanteile zu zahlen. Hier gilt also, ganz genau hinschauen und lieber ein klein wenig mehr zahlen, als später auf Schulden und nicht erbrachten Leistungen sitzen zu bleiben.
  • Ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis, guter Kundenservice, die Möglichkeit auch im Ausland versichert zu sein und eventuelle Bonusprogramme zeichnen einen guten Versicherer aus.
  • Wer eine bestimmte Versicherung von Freunden/ bekannten oder Verwandten empfohlen bekommt sollte genau darauf achten, ob man dieselben Voraussetzung besitzt. Ansonsten kann eine solche Empfehlung zwar passend für den anderen sein, jedoch nicht für einen selbst.
  • Wer vor der Frage steht, ob er sich privat oder gesetzlich versichern soll, muss sich noch einmal ganz andere Fragen stellen. Wie hoch sind die Beiträge in der privaten Versicherung für mich? Möchte ich eine private Vollversicherung oder nur Teile? Etc.
  • Kinder und Jugendliche in der Ausbildung sowie Studenten können bei ihren Eltern mitversichert sein, solange sie nicht mehr als 400 Euro im Monat verdienen, das spart für Familien noch einmal extra Geld.

Das Thema Versicherung und gerade Krankenversicherung ist ein sehr wichtiges Thema. Nicht nur durch die Versicherungspflicht in Deutschland, sondern auch zur eigenen Sicherheit, sollte man stets umfassend und gut versichert sein.